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Kaltschaum

 

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  Kaltschaummatratzen sind heutzutage am weitesten verbreitet.

  Wichtig für die Qualität einer Schaummatratze sind vier Grundwerte:

 

  • Schaumtyp

  • Raumgewicht

  • Stauchhärte

  • Kernaufbau

 

Schäume werden in sogenannten Schaumstrassen in einer Breite von ca. 207 cm, einer Höhe von ca. 100 cm und einer Länge von bis zu 60 Metern gefertigt. Bei der Weiterverarbeitung schneidet man diese Schaumblöcke auf die entsprechenden Maße zu.

 

• Schaumtypen

 

Polyäther- oder Standardschaum.

Auch bekannt unter dem Namen TDI-Schaum weist diese Art bereits nach der Produktion eine offenporige Struktur auf. Dieser Typ wird ab einem Raumgewicht von RG=40 (kg/cbm) gefertigt. Grundsätzlich gilt, je höher das Raumgewicht, desto haltbarer der Kern. Grenzen der Atmungsaktivität werden, bis auf Ausnahmen, bei einem Raumgewicht von 60 erreicht. Grundsätzlich können die Werte des Raumgewichtes eine produktionsbedingte Schwankung von bis zu 10 % in beide Richtungen beinhalten.

Vorteil: gute Atmungsaktivität und Haltbarkeit.

 

Kaltschaum

Dieser Polyurethanschaum härtet bereits bei niederigen Temperaturen aus und trägt deshalb seinen Namen. Als Abgrenzung zu älteren einfachen Schäumen, hat sich die Bezeichnung Kaltschaum als Oberbegriff für alle modernen Schäume im Matratzenbereich festgesetzt.

Nach der Produktion ist dieser Schaum zunächst geschlossenzellig und muss durch "crushen" aufgebrochen werden. Hierzu wird das Material bis auf 20% seiner Höhe gewalzt, was die Poren "platzen" lässt und zu einer hohen Elastizität und guten Atmungsaktivität führt.

Vorteil: gute Atmungsaktivität und Elastizität

 

MDI-Schaum

Diese moderne Weiterentwicklung des Kaltschaumes weist eine kleinere Zellstruktur auf, was zu einer höheren Elastizität führt. Diese sehr hochwertigen Schäume erreichen in Ihrer Anpassungsfähigkeit nahezu die Eigenschaften von Latex, bei längerer Haltbarkeit und größerer Atmungsaktivität.

Auch MDI-Schäume müssen nach der Produktion aufgebrochen werden.

Vorteil: hohe Punktelastizität, Atmungsaktivität und Haltbarkeit

 

Visko-Schaum

Diese besondere Form von Polyurethanschäumen reagiert auf Körperwärme mit steigender Elastizität. Eine Verbindung zu stützenden Kaltschäumen ist dringend notwendig.

Vorteil: sehr gute Anpassungsfähigkeit

 

Bei den heutigen Produkten kommt es inzwischen zu Mischformen der einzelnen Schaumtypen, um die positiven Eigenschaften Punktelastizität, Atmungsaktivität und Haltbarkeit zu optimieren.

 

• Raumgewicht

 

Wie bereits angesprochen werden unterschiedliche Schäume in verschiedenen Raumgewichten gefertigt. Dabei handelt es sich, einfach ausgedrückt um die spezifische Dichte des Materials. Grundsätzlich gilt hier die Regel, je höher das Raumgewicht ist, desto haltbarer ist die Matratze. Als grobe Einordnung kann man sagen:

RG < 40 einfache Ausführung

RG 40 - 50 wertige Ausführung

RG 50 - 60 hochwertige Ausführung

Rg > 60 luxuriöse Ausführung

 

Übrigens hat die Höhe des Raumgewichtes nicht zwingend eine Auswirkung auf die Festigkeit des Materials. Neben der mechanischen Gewichtsbelastung, verschleißt eine Schaummatratze vor allem durch die Einwirkung von Wärme und Feuchtigkeit!

 

• Stauchhärte

 

Die Härte des Materials beeinflußt entscheidend die Liegeeigenschaften der Matratze. Weichen Schäumen fehlt es an Stütze, harten an Komfort. Daher ist die richtige Härteauswahl von Körpergewicht und Kontur abhängig. Schäume jeden Raumgewichtes können in vier bis fünf Stauchhärten gefertigt werden. Diese gibt an, welche Kraft für eine Komprimierung auf 25, 40 und 65 % notwendig ist. Daher wird die Stauchhärte in kPa (Kilopascal) angegeben.

Beispiel Kaltschaum, RG 50, Kernhöhe 18 cm:

H1 = extra-soft bis Stauchhärte 2,5 kPa

H2 = soft bis Stauchhärte 3,0 kPa

H3 = mittelfest bis Stauchhärte 3,5 kPa

H4 = fest bis Stauchhärte 4,0 kPa

H5 = extra-fest bis Stauchhärte 5,0 kPa

 

• Kernaufbau

 

Die Bauhöhe eines Matratzenkernes und ihr Aufbau haben einen entscheidenden Einfluss auf die Liegeeigenschaften. Nach heutigem Stand ist eine Kernhöhe (zuzüglich Bezug) von 18 cm oder höher empfehlenswert. Bei der Betrachtung der menschlichen Körperkontur ist eine druckentlastende Lagerung der Schulter und eine gleichzeitige Stütze der Taille nur mit einer gewissen Bauhöhe möglich. Das Lattenrost kann diese Bereiche zusätzlich unterstützen.

Durch aufwändige, computergesteuerte Schnitttechniken werden die Schaumkerne zu Matratzen mit bestimmten Eigenschaften. Durch unterschiedliche Quer- und Längsschnitte werden Liegezonen auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Schläfer eingearbeitet. So entstehen für verschiedene Körperformen entsprechende Matratzenkerne.

 

• Lattenrost

 

Um die sehr guten Anpassungseigenschaften von Schaummatratzen auch orthopädisch zur Wirkung kommen zu lassen, kommt dem Lattenrost eine wichtige Bedeutung zu. Durch Verstellung der Körperzonen wie Schulter, Taille und Becken wird die Leistung einer Kaltschaummatratze um die entscheidenenden Elemente ergänzt.

Nur wenige Lattenroste auf dem Markt wirken spürbar auch auf der Oberfläche einer teilweise bis zu 23 cm dicken Matratze. Hier muss man besonders auf Funktion und Qualität achten.

 

 

 

 

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